About us page picture of tortworth chestnut tree
Vegatopia banner
Home
Contact us
About us
News
Diary
Bibliography
Media archive
Resources
Research Forum
Public statements
Links
0 chickens
0 turkeys
0 ducks
0 pigs
0 cows
0 sheep
0 rabbits
0

Number of land-dwelling animals killed in the world by the meat, dairy and egg industries, since you opened this webpage.
This counter does not include the billions of water-dwelling animals killed annually.
v bullet point image

“The question is not, Can they reason? nor Can they talk, but Can they suffer?”

Jeremy Bentham, 1780. Quoted in Peter Singer's Animal Liberation

v logo bullet point image

“It is not necessary, rather it is incompetent, to kill and torture animals to eat”

Stephen R. L. Clark, 1977, The Moral Status of Animals


v bullet point image

“Human beings … have become colossal pedants, proclaiming themselves the pets and specials of creation, and teaching each other that other races are mere things to furnish pasture and pastime for them”

J. Howard Moore, 1907, The New Ethics

v bullet point image

“… veganism ... [is] increasingly being recognized as a logical, even inescapable process, essentially relevant, essentially practical, essentially compassionate to all species”

Jon Wynne-Tyson, 1979, “Dietethics: its Influence on Future Farming Patterns”

V bullet image

“Eating [meat] ... is merely a habit, one that people are socially conditioned to believe is normal, even healthy”

Howard F. Lyman, 1998, Mad Cowboy

UK about us page

Über uns

Deutsch uber uns

Um mehr über Vegatopia zu erfahren lies hier weiter oder benutze das Menü um zu einzelnen Abschnitten zu springen:

  • Die von uns favorisierten, positiven, Definitionen von (ethisch motivierten) VeganerInnen und (ethisch motiviertem) Veganismus
  • Unsere Auffassung von Veganismus, speziell ethisch motiviertem Veganismus, als utopistische Bewegung

 

Leitbild

Ethisch motivierter Veganismus ist ein utopisches Konzept. Es beinhaltet eine radikale Veränderung der vorherrschenden Muster menschlicher Ausbeutung von – und der Gewalt gegenüber –nichtmenschlichen Tieren. Ethisch motivierter Veganismus greift die Strukturen ethischer und ästhetischer Werte an, die gegenwärtig mit den meisten Systemen menschlicher Nahrungsmittelproduktion und -Konsumption verbunden sind, welche für Billionen empfindungsfähiger Kreaturen unsägliches Leid bedeuten. Sowohl nichtmenschliche als auch menschliche Tiere würden weitreichende Verbesserungen ihrer Lebensqualität und der Qualität ihrer Umwelt erfahren, würde die „Vegatopie“ Wirklichkeit.

Um dieses Ziel zu erreichen versucht Vegatopia

  • durch akademische Praxis einen Beitrag zu einer globalen Umgestaltung in Richtung Veganismus zu leisten.
  • für VeganerInnen, die Veganismus durch ihre akademische Tätigkeit vorantreiben möchten ein Netzwerk und Ressourcen bereitzustellen.
  • vegane Studierende und WissenschaftlerInnen zu ermutigen, Veganismus in ihre Forschungsaktivitäten zu integrieren.
  • die Anerkennung und Erforschung von Synergien zwischen der Tierrechtsbewegung und menschenbezogenen Gerechtigkeitsbewegungen durch die Vernetzung mit feministischen, anti-rassistischen und Queer-TheoretikerInnen sowie anderen zu fördern.
  • die Entwicklung von Forschungskonzepten zu fördern, die dazu beitragen können, die akademische Darstellung des Veganismus zu verbessern und die Verbreitung von Veganismus in der Allgemeinheit zu begünstigen.
  • die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen veganen WissenschaftlerInnen und veganen AktivistInnen zu fördern.

  • die wissenschaftliche Forschung über Veganismus mit Hilfe der Medien einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

  • die Integration des Konzepts Veganismus in relevante universitäre Lehrveranstaltungen zu fördern.

  • die Beiträge veganer DozentInnen, ForscherInnen, DoktorandInnen und StudentInnen zu fördern.

 

Wer wir sind

Die Mitbegründer von Vegatopia, Karen Morgan und Matthew Cole, sind SoziologInnen und leben und arbeiten in Großbritannien. Unsere Forschungs- und Lehrinteressen beinhalten ethisch motivierten Veganismus, Gewalt gegenüber nichtmenschlichen Tieren, die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere/Tierrechte, Gender und Gewalt, Arbeitslosigkeit, Utopie-Studien, menschliche Sexualität und Kriminologie.
Danke Andrea von Tierbefreiung für die Übersetzung

 

Definition des Begriffs VeganerIn

EinE VeganerIn versucht, soweit wie möglich, den Schaden, den sie/er im Zuge ihres/seines Lebens allen (nichtmenschlichen und menschlichen) Tieren zufügt, zu minimieren. Das beinhaltet die Wahl einer auf pflanzlichen Lebensmitteln basierenden Ernährung (die ergänzt wird mit anderen nicht-tierischen Nahrungsmitteln wie Pilzen und Mineralien); die
Entscheidung für Produkte, die nicht auf der Gewalt gegen Tiere oder der Ausbeutung von Tieren basieren; sowie den Einsatz dafür, alle ausbeuterischen und unterdrückerischen menschlichen Aktivitäten zu beenden, die nichtmenschlichen und menschlichen Tieren schaden.

Definition des Begriffs "Veganismus"

Veganismus ist die Praxis – soweit wie möglich – das Schädigen aller (nichtmenschlichen und menschlichen) Tiere zu vermeiden. Er umfasst die Wahl einer auf pflanzlichen Lebensmitteln basierenden Ernährung (die ergänzt wird mit anderen nicht-tierischen Nahrungsmitteln wie Pilzen und Mineralien); die Entscheidung für Produkte, die nicht auf der Gewalt gegen Tiere oder der Ausbeutung von Tieren basieren; sowie den Einsatz
dafür, alle ausbeuterischen und unterdrückerischen menschlichen Aktivitäten zu beenden, die nichtmenschlichen und menschlichen Tieren schaden.


Eine Anmerkung zu den Definitionen

Die meisten Definitionen von Veganismus beginnen mit einer Auflistung dessen, was VeganerInnen nicht essen, trinken, tragen oder tun. So neigen sie dazu, ein Allgemeinverständnis von Veganismus zu reproduzieren, das schwer zu erreichen und aufrechtzuerhalten ist. Im Gegensatz dazu möchte Vegatopia behaupten, dass Veganismus – vorausgesetzt es sind ausreichend Informationen, Ressourcen und soziale Unterstützung verfügbar – sowohl leicht als auch sehr angenehm zu praktizieren ist. Deshalb betonen die Definitionen von "VeganerIn" und "Veganismus", die Vegatopia befürwortet, Konsumverhalten und Aktivismus der VeganerInnen, anstatt hervorzuheben was sie „vermeiden“ oder „opfern“.

 

Veganismus und Utopismus

Matthew Cole

In seinem 1979 erschienen Artikel, “Dietethics: Its Influence on Future Farming”, unterstützte Jon Wynne-Tyson die Vision der Vegan Society  von einer gartenbauerischen Zukunft:

„Notwendig ist eine Umstellung, weg von der traditionellen Landwirtschaft, hin zu einem intensiven Gartenbau mit einer sorgfältigen Kompostierung aller Abfallstoffe mit Pflanzenmaterialien, um den Boden ohne tierische oder künstliche Düngemittel fruchtbar zu halten. Die Landschaft einer veganen Welt würde sich aus kleinen Feldern mit Getreide, Früchten, Gemüse und kompost-produzierenden Pflanzen zusammensetzen, die von Windschutzgürteln aus Obst- und Nussbäumen umgeben wären. An Berghängen und anderen Landstrichen, die für den Anbau ungeeignet sind, würden alle Arten von Bäumen gepflanzt, die als erneuerbare Energieträger und als vielseitig verwendbares Rohmaterial, ebenso wie in ihrer Funktion für die Erhaltung der Umwelt eingesetzt würden.”

Die Worte Wynne-Tyson's beschreiben die Vision einer veganen Utopie. Die allgemeine Wahrnehmung utopischen Denkens neigt dazu, radikale und innovative Ideen herablassend als wirklichkeitsfremd und nicht umsetzbar abzulehnen. Doch es gibt auch eine wirkmächtigere Bedeutung von Utopie im Sinne von Konzepten und Praxen, die die vorherrschende, repressive, Ordnung der Dinge in Zweifel ziehen – in diesem Fall die Tiere betreffend, die Opfer der trivialen menschlichen Vorliebe für den Geschmack ihres Fleisches, ihrer Milch und Eier waren (und bleiben).

Utopie-Studien sind ein Forschungszweig der Sozialwissenschaften, der die Geschichte der Versuche, Strukturen der Herrschaft und Ausbeutung radikal zu hinterfragen und zu verändern zum Gegenstand hat.  Wynne-Tyson's Worte legen mithin eine Verbindung zwischen utopischen Überlegungen und Handlungen einerseits und andererseits den Ansprüchen auf Veränderung, die im Prinzip des Veganismus enthalten sind, nahe. Kurzum, sie sprechen für eine Vegatopie.

Die Vegatopia-Webseite entstand inspiriert von dieser Verbindung sowie der Möglichkeit der Verwirklichung des utopischen Potentials des Veganismus. Dieses Potential kann sich auf vielen verschiedenen Wegen entwickeln und Vegatopia möchte die Erforschung dieser Wege unterstützen. Um ein Beispiel aus einer soziologischen Forschungsperspektive zu nennen: Als Fallstudie über utopisches Denken und Handeln sind die Erfahrungen einzelner VeganerInnen im Zuge ihrer Umstellung auf eine vegane Ernährung sowie die Veränderungen ihres Weltbildes interessant. Es scheint, als ob die meisten VeganerInnen den Wandel, die sie während ihrer Ernährungsumstellung erfahren, mit Hoffnungen auf Veränderungen in ihrer Umwelt verknüpfen. Dies hängt häufig mit der Wahrnehmung von Verbesserungen in der persönlichen Gesundheit und Fitness zusammen sowie dem Wunsch, Familie und FreundInnen würden diese Vorzüge durch die Teilnahme am veganen Abenteuer mit ihnen gemeinsam erleben. Dieser Wunsch bezieht sich auch auf die revolutionären Veränderungen, die sie beim Kochen und Essen erleben, auf das Erschließen neuer Welten von Geschmack und Genuss, die sich eröffnen, wenn sich die Sensibilität für die feineren Aromen der pflanzlichen Ernährung entwickelt.

Bedeutsamer als diese körperlichen Vorzüge ist jedoch eine Veränderung der Ethik. Viele VeganerInnen spüren eine Last von ihrem Gewissen abfallen, ein "Hochgefühl", wie ein Veganer es ausdrückte, darüber dass ihre Mahlzeiten nicht mehr auf dem Leid nichtmenschlicher Tiere basieren. Dieses Empfinden beruht auch darauf, dass zuvor für selbstverständlich gehaltene Annahmen über Nahrungsmittel revidiert und verändert werden. Viele VeganerInnen investieren Zeit in eine sorgfältige Recherche über pflanzliche Ernährung und konfrontieren sich mit den Fakten der Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere. VeganerInnen versorgen sich üblicherweise mit Informationen über Tierhaltung, Schlachthäuser und Tierversuche sowie über das gesamte komplexe Netz der Abhängigkeit von Gewalt gegenüber anderen Tieren, das die meisten menschlichen Gesellschaften teilen. Dies erklärt sich zum einen dadurch, dass sie nicht länger die Schuld auf sich lasten spüren, die viele Menschen eine Konfrontation mit diesen Wirklichkeiten scheuen lässt; zum anderen recherchieren sie, um sich selbst mit durchdachten Argumenten gegen die unvermeidlichen vega-phobischen Kommentare anderer zu wappnen. Ebenso wie die körperlichen, gesundheitlichen und kulinarischen Vorteile, die viele erfahren, wünschen sich VeganerInnen häufig auch, sie könnten die Erfahrungen ihres ethischen Lern- und Wandlungsprozesses stärker mit anderen teilen. Der häufige Wunsch, diese Erfahrungen zu verallgemeinern zeigt, dass Veganismus oft viel mehr ist, als nur eine private Ernährungspräferenz. Der Wunsch, Veganismus mit anderen zu teilen ist im Wesentlichen mitfühlender Art: Die moralische Befreiung davon, dass die eigene Nahrung von tierischem Leid abhängt, ist, potenziell, eine große Gabe. Das Mitgefühl bezieht sich dabei zum einen auf die Tiere, die nicht länger im eigenen Namen gequält und getötet werden, als auch auf die anderen Menschen, die von einem erweiterten Mitgefühl in ihrem eigenen Leben profitieren könnten. Diese Belange werden im Kontext der Foucault'schen Ethik-Diskussion in “Vegatopia: the future of convenience and compassion in a post-speciesist world” beleuchtet.

Jenseits der utopischen persönlichen Veränderungen und der Veränderungen in den Beziehungen zu anderen Menschen, die VeganerInnen erfahren, hat Veganismus selbstverständlich wesentlich weitreichendere Auswirkungen: Wie Wynne-Tyson's Vision nahe legt, fordert Veganismus die Befreiung nichtmenschlicher Tiere anstelle von Versklavung, Qual und Ermordung sowie eine Umweltverträglichkeit anstelle von Umweltzerstörung. Veganismus beinhaltet auch Konsequenzen für die utopische Theorie: Er fordert nicht nur, die Grenzen utopischen Denkens dahingehend auszuweiten, nichtmenschliche Tiere in den Geltungsbereich mit einzubeziehen, sondern sie in jeder Vision einer gerechten und friedlichen Welt als zentral zu betrachten. Die radikalste und utopischste Verheißung des ethischen Veganismus besteht darin, dass wir menschlichen Tiere die Gewalt gegenüber anderen Tieren beenden, dass wir von unseren Ansprüchen der Eigentümerschaft und Kontrolle über sie abschwören, und die anmaßende Annahme aufgeben, dass das Universum und all die anderen Lebewesen, die es beherbergt als ausbeutbare Ressourcen zu unserem alleinigen Nutzen existieren.

Dieser Essay ist eine gekürzte Version eines Artikels, der in der Sommer 2008-Ausgabe (Nr.21) der Growing Green International, des Magazins des Vegan Organic Network, erscheint.

 

Eine kurze Entstehungsgeschichte von Vegatopia

Karen Morgan

Die Idee zu dieser Webseite entsprang unserer Frustration über die vielen Klischees und Missverständnisse, die in Bezug auf VeganerInnen und Veganismus existieren. Nachdem wir uns eine Zeit lang mit den irreführenden und falschen Kommentaren in den Medien und im Rahmen des öffentlichen Diskurses abgefunden hatten, bestürzte uns zunehmend das Fehlen gezielter und effektiver Anstöße zu diesem Thema aus dem Bereich der Hochschulen. Unsere Besorgnis entsprang sowohl den praktischen Belangen, etwa der unzulänglichen Nahrungsversorgung für VeganerInnen innerhalb der meisten akademischen Institutionen oder der überwiegenden Mehrheit wissenschaftlicher Konferenzen, als auch, intellektuell betrachtet, dem Schweigen der "veganen Stimme" innerhalb der akademischen Forschung. In einer Zeit, in der das öffentliche Bewusstsein und die Besorgnis in Bezug auf Umweltfragen, menschliche Gesundheit, intensive Landwirtschaft und Nahrungsmittelkonsum zunehmen, müsste Veganismus als besonders vorausschauend erscheinen. Und doch, ließe sich argumentieren, schaden die unkritischen Reproduktionen der Klischees – wie dem des veganen Asketismus –, welche sich in manchen der wenigen akademischen Artikel wiederfinden, die sich mit Veganismus beschäftigen, mehr als sie nutzen.  Zumindest liefern sie einen missverständlichen Eindruck davon, wie es ist, einE VeganerIn zu sein sowie von den Vorzügen und Nachteilen, die mit der Wahl eines solchen Lebensstils verbunden sind. Zudem wurde uns die Kluft zwischen Aktivismus und der akademischen Welt immer bewusster. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen Disziplinen und politischem Aktivismus hat sich in anderen Bereichen als erfolgreich erwiesen, vielleicht allen voran im Rahmen der feministischen Bewegung und der Hervorhebung der Immanenz der Gewalt gegen Frauen. Ähnliche Zusammenarbeiten, die in kleinem Ausmaß zwischen AkademikerInnen und Gruppen veganer AktivistInnen existieren, sind nicht vergleichbar und erreichen selten ein größeres Publikum.  Die Kompetenzen, die beide Gruppierungen auszeichnen, könnten sich als unbezahlbar für beide Seiten und für das Primärziel der Beendigung von Ausbeutung und Leid nichtmenschlicher Tiere erweisen. Da sich unsere Forschungsinteressen zunehmend dem Thema des Veganismus annäherten, beschlossen wir, es wäre an der Zeit für eine praktische Antwort auf diese Fragen, die auf Matthews Konzept der Vegatopia aufbauen sollte. So wurde die Idee zu dieser Webseite geboren!

 

Vegatopia aussprechen

'Vegatopia' setzt sich aus der Vorsilbe 'vega-', von 'vegan' und der Endsilbe '-topia' aus dem Wort 'utopia' zusammen. Die Aussprache folgt deshalb der des englischen Begriffs "vegan" ['viːgən] mit einer Betonung auf der ersten Silbe, einem verlängerten "i". Die Aussprache von Vegatopia entspricht daher der Aussprache von "vegan", wie im The Vegan-Magazin beschrieben: "... das Wort "Vegan" sollte veegan ausgesprochen werden, mit einer Betonung der ersten Silbe und einem "g" wie in "go"" Frühling 1947; Vol 3, Nr.1, S.13.